e-challenge Bewerbung: Shopotainment mit einem Produkt-Interaktions-Dienst

Pitch
Shopotainment ist der erste Internet-Dienst in Deutschland, der es Konsumenten ermöglicht Interaktionen zu Produkten zu veröffentlichen (check-in), damit Punkte oder Auszeichnungen zu sammeln und so neue, relevante Produkte über Ihre Freunde zu entdecken.

Video

Kurzbeschreibung
Die Idee hinter Shopotainment ist es, dem Konsumenten einen interessanten Feed an relevanten Produkten zur Verfügung zu stellen wo immer er sich befindet.

In einer Welt, wo man täglich mit neuen Produkten und Werbebotschaften überschwemmt wird, ergibt sich die Relevanz der Produktempfehlungen über Shopotainment aus den umfangreichen Individualisierungsmöglichkeiten des Feed (Marken, Benutzer, Themen und automatisch über ein Produktempfehlungssystem) und den Produktinteraktionen von „echten Freunden“, mit denen man dann gleich über die Produkte diskutieren kann oder gezielt Fragen stellen kann.

Über ein spielerisches Interface, wo der Nutzer Punkte für Aktionen oder Auszeichnungen für bestimmte Kombinationen von Aktionen sammeln kann, und Dialogfunktionen, wie Kommentieren oder Bewerten, wird unkomplizierter und schneller, jedoch authentischer, Austausch zu Produkten ermöglicht. Dieses wird über Applications in den sozialen Netzwerken oder auf Mobiltelefonen zur Verfügung gestellt, so dass es jederzeit verfügbar ist.

Gefällt dem Nutzer ein gesehenes Produkt, kann er es – getreu dem Motto: „Das will ich auch!“ – in einem (oder mehreren) über Affiliate-Links angebundenen Online-Shop(s) erwerben und Shopotainment verdient mit (via PPC oder PPO). Später lassen sich die Informationen in anonymisierter und aggregierter Form für Marktforschung nutzen bzw. vermarkten.

Team
Sebastian Kurt, 29: Dipl. Inf. (Nebenfach BWL), Webentwickler, seit der Dot-Com-Blase (2000)
Adrian Haß, 30: Bioinformatik & Scientific Computing, Vorher Geschäftsführer der FU-Gründung inbion GmbH

Weitere Informationen
Gründung im Februar 2010, jedoch schon vor Gründung mit ähnlichen Ideen seit 2009 im Bereich Social Commerce und Produktempfehlungssysteme unterwegs.

Warum nimmst du an der e-challenge teil?
Zunächst hat es uns einfach gereizt die durchaus vielschichtige Idee hinter Shopotainment mal in einem eingängigen Video auf den Punkt zu bringen, dann hat natürlich darüber hinaus auch die breite PR-Wirkung und nicht zuletzt die Chance auf einen attaktiven Preis ein Rolle gespielt. Nicht zuletzt ergibt sich im Falle einer Nominierung zum Finale auch eine interessante Gelegenheit sich mit z.T. Wettbewerbern aber auch ähnlich denkenden Visionären zum Thema E-Commerce auszutauschen.

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e-challenge Bewerbung: Kubikstadt, das digitale Tourprodukt

Pitch
Mach’s auf deine Tour! Erstelle deine eigenen Stadt-Touren mit Text, Bildern, Videos und Audio. Ob du eine Graffiti-Tour oder eine kulinarische Reise durch deine Stadt erstellst – deine Phantasie ist grenzenlos. Andere Nutzer laden deine kubiktour auf ihr Handy und erleben mit ihr die Stadt. – Das ist kubikstadt.

Video

Kurzbeschreibung
Nutzer erstellen ortsbasierte, multimediale Touren zu allen erdenklichen Themen und Orten – überall auf der Welt. Auf kubikstadt werden diese Touren veröffentlicht und verkauft. Unsere Software bringt diese Produkte dann auf die verschiedenen Smartphone-Typen und erlaubt es auch, Touren mobil direkt vor Ort zu kaufen.
Nutzer kreieren eine neue Form von Unterhaltung, indem sie lokales Insider-Wissen und persönliche Geschichten mit Hilfe von Text, Audio, Bild und Video vermitteln. Die Möglichkeiten, anderen die Welt zu zeigen und sie multimedial, interaktiv erlebbar zu machen, sind unerschöpflich!
Die Tour-Produkte werden im Shop professionell verkauft oder Freunden kostenlos angeboten – natürlich gibt es eine Vorschau und Samples, um sich von der Qualität einer Tour zu überzeugen. Die Qualität unserer Touren sichern wir über die Community, die Bewertungen abgibt und zweifelhafte Inhalte melden kann. Produzenten erhalten mit der Zeit Ränge und haben ein Profil, das ihnen Raum gibt, sich als Tour-Anbieter vorzustellen.
Veröffentlichte Touren eines Produzenten sollen außerdem über Snippets auch auf Profilen von Social Plattformen eingebunden werden können. Nutzer genießen begehbare Kurzgeschichten an romantischen oder gruseligen Orten, erfahren Stadtgeschichte auf historischen Pfaden aus alten Fotos, erleben Mini-Konzerte in
Videos auf der Route ihres Sonntagspaziergangs – in der realen Welt, auf ihrem Handy.
GPS, mobiles Internet und Multimedia auf dem Smartphone ermöglichen eine vollkommen neue Form von Storytelling – mobiles Storytelling mit Bezug zum Ort und der Möglichkeit zu Interaktivität. Bleibt eine Kurzgeschichte bei Strang A oder ändert sie sich bei Regen in Strang B?
Wir rufen eine neue Produktart ins Leben: das digitale Tourprodukt – die kubiktour.

Team
Lydia Horn (29): Lydia ist für Marketing und das Management unserer Firma zuständig. Sie hat Wirtschaftskommunikation studiert und vier Jahre lang im Marketing gearbeitet, u.a. bei Air Berlin und im Destinations-Marketing.
Karolina Schilling (29): Karolina studierte Medientechnik und hat viel Erfahrung mit Onlineshops, Webentwicklung und Frontenddesign. Sie entwickelt das Portal und unsere WebApp und sorgt dafür, dass kubikstadt unseren Nutzern Spaß macht.
Jörg Polakowski (29): Jörg ist Senior Software-Entwickler und hat als IT-Berater für Großkunden in mehreren Projekten gearbeitet. Er hat unsere Software und die Architektur hinter unserem Produkt aufgestellt und
umgesetzt.

Weitere Informationen

  • mobile melting GmbH; gegründet im November 2009, mit dem Portal kubikstadt.de
  • Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie fördert unsere Idee noch bis zum September 2010 im Rahmen des EXIST-Programms für innovative Technologien
  • aufbauend auf unserer Technologie haben wir für Hamburg Tourismus eine App und eine WebApp-Lösung für Stadtführungen umgesetzt
  • Im Sprungbrett Award des Verbands Internet Reisevertrieb sind wir dieses Jahr Dritte geworden
  • Wir suchen einen Investor, der uns hilft, kubikstadt technisch weiter voranzubringen
  • kubikstadt wird gerade als Marke angemeldet
  • Wir haben eine Website mit Team-Fotos drauf: www.mobile-melting.de
  • Das Portal im Beta: www.kubikstadt.de

Warum nimmst du an der e-challenge teil?
… weil wir unsere Idee lieben und alles tun, um sie voran zu bringen. Weil wir ein neues digitales Produkt kreieren und dafür die Plattform aufbauen. Weil wir Geld brauchen, um unsere Technik auszubauen und den Nutzern anbieten möchten, Interaktivität in ihre Touren zu bringen. Weil wir Geschichten lieben und finden, sie brauchen wieder mehr Platz in unser aller Leben. Weil die technischen Möglichkeiten der Wahnsinn sind und wir Lust haben, sie auszureizen. Web, mobil, Storytelling, Multimedia, Smartphones – überall, auf der ganzen Welt!

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Die Bewerber der 2. Qualifizierungsrunde der e-challenge

In der letzten Woche endete die zweite Bewerbungsrunde für unsere e-challenge. Und die Teilnehmer legten sich wieder ins Zeug, um ihre Bewerbungsvideos fertig zu stellen und einzuschicken. Traditionell wurde die Frist bis zum Ende ausgereizt. Aber das Warten hat sich gelohnt, es erreichten uns vier Videos mit spannenden Ideen für innovative Ecommerce-Konzepte. Und die Ideen haben es in sich, nachdem wir bereits in der ersten Runde von der Qualität der Einreichungen begeistert waren, wurde die Latte nun noch weiter nach oben gelegt.

Die Bewerbungen der zweiten Runde kommen von:

  • Hotelsnapper GmbH mit dem Hotelzimmer-Verhandlungsportal Hotelsnapper,
  • Paymorrow GmbH mit Paymorrow, dem Rechnungskauf mit Zahlungsgarantie im Internet
  • Haiku Internet GmbH mit Shopotainment, dem Produkt-Interaktions-Dienst
  • Mobile Melting GmbH mit dem digitale Tourprodukt Kubikstadt

Wir werden euch die Videos natürlich auch diesmal nicht vorenthalten und stellen die Startups mit ihren audiovisuellen Beiträgen in den nächsten Tagen vor. Die Videos wurden auf sehr unterschiedliche Art und Weise umgesetzt und geben so Inspiration für das eigene Bewerbungs-Video.

Nun ist die Jury gefordert und muss die Ideen der Bewerber bewerten. Sobald die Jury ihre Entscheidung getroffen hat, werden wir euch die drei Finalisten für den Titel Innovativstes Ecommerce Startup 2010 bekannt geben.

Unter dem Motto “nach der zweiten Qualifizierungsrunde ist vor der dritten” steht der Zähler nun wieder bei Null und jeder der meint eine spannende Ecommerce-Idee zu haben ist aufgefordert, sein Video dazu einzusenden. Wir sind sehr gespannt auf die nächste Runde, in der wieder drei Kandidaten für das Finale in München gesucht werden. Nutzt die Chance auf den Titel und auf die Preise im Wert von 45.000 Euro. Wie ihr euch bewerbt, erfahrt ihr in unserer Bewerbungsanleitung.

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Ecommerce Visionen von Cisco, Microsoft und Metro-Group

Auch die großen beschäftigen sich mit Trends und Möglichkeiten des Ecommerce. Und genau so wie unsere Bewerber setzen sie Ihre Ideen in Videos um, damit die Konzepte und Visionen erlebbar werden.

Cisco glaubt an den Einsatz von Riesen-iPads oder -Tablets, um das Shopping-Erlebnis zu bereichern:


Die Metro-Group setzt auf Contactless Payment auf Basis von RFID:


Und Microsoft glaubt an eine Zukunft der allumfassend vernetzten Daten:


Auch die Bewerber der e-challenge haben spannende Visionen zur Zukunft des Ecommerce: Woabi erschafft mobile Preisvergleiche und Shopping-Erlebnisse, sellaround und Whispler setzen neue Maßstäbe im Social Commerce.

Noch bis zum 30.6.2010 können sich innovative Startups für die zweite Runde der e-challenge, der Ecommerce Alliance, bewerben und damit um den Titel innovativstes Ecommerce-Startup 2010 kämpfen und 45.000 Euro Preisgelder einstreichen.


Zu den weiteren Informationen und Teilnahmenbedingungen des Startup-Contests.


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„Die Nominierung im e-challenge-Wetbewerb war bis dato der größte Erfolg für uns“ – e-challenge Vorrunden Gewinner Adrian Thoma von sellaround im Interview

Adrian Thoma ist Geschäftsführer der Maria GmbH. Mit sellaround.net  hat er ein Social-Selling-Portal geschaffen, mit dem der Kunde Verkaufs-Widgets erstellen kann. Die Widgets sind Minishop und Banner in einem. Produktpräsentation, Bezahl- als auch Bestellvorgang – kein Problem für ein Widget. Außerdem können sie auch problemlos in moderne Kommunikationskanäle eingefügt werden. Mit seiner Idee konnte er die Jury der e-challenge überzeugen und sicherte sich den Einzug in das Finale des Startup-Contests mit Fokus auf Ecommerce Innovationen.

Geschäftsführer der Maria GmbH: Adrian Thoma

Adrian Thoma, Geschäftsführer der Maria GmbH

NB: Beschreib noch einmal kurz in einem Satz, was ihr macht.

AT: Sellaround.net wird ein Social Selling Portal mit dem User auf einfachste Art und Weise Verkaufs-Widgets generieren, diese im Netz streuen (lassen) und dadurch Geld verdienen können.

NB: Wie ist euer Unternehmen entstanden?

AT: Entwickelt wird Sellaround.net derzeit von der Maria GmbH aus Stuttgart. 2008 haben wir gegründet und sind in unserer Unternehmensgruppe Top21 für die Themen digitalen Medien, E-Learning sowie Onlinevermarktung zuständig.

NB: Wer steckt genau dahinter?

AT: Mein Name ist Adrian Thoma. Ich habe die Maria GmbH zusammen mit meinem Kollegen Jens Schmelzle und dem Geschäftsführer von Top21 Christoph Bertsch gegründet.

NB: Was war bisher das beeindruckendste Erlebnis, euer größter Erfolg?

AT: Da wir mit Sellaround noch in der Entwicklungsphase stecken und der Release erst für August 2010 geplant ist, ist sicherlich die Nominierung im Rahmen des e-challenge-Wettbewerbs der größte Erfolg bis dato. Vielen Dank an der Stelle.

NB: Was waren die größten Herausforderungen oder die größte Niederlage bzw. Zweifel?

AT: Die größte Herausforderung ist und war die Finanzierung. Wir sind eine Cashflow-finanzierte Firma ohne Investoren im Rücken, d.h. dass wir Eigenentwicklungen wie Sellaround.net komplett aus eigener Tasche bezahlen.

NB: Wodurch unterscheidet ihr euch von anderen Ecommerce Unternehmen, ganz konkret euren Mitbewerbern? Was macht ihr besser?

AT: Wir denken, dass wir mit Sellaround.net am Zahn der Zeit sind, weil wir im Grunde genommen Werbebanner und Mini-Shop in einem Widget zusammenführen. Und das mit vollen Social-Sharing-Funktionen.

NB: Was glaubt ihr, macht euren Erfolg aus?

AT: Sellaround.net wird ein einfaches und intuitives Bedienkonzept zu Grunde legen. Wir haben uns bewusst dazu entschieden umfangreiche Funktionen, die ein Webshop bietet, wegzulassen, um den Fokus aufs Motto „One Product. Quick Sale“ zu legen. Das soll nicht lange dauern, das muss on the fly gehen. Und das wird es auch. Ganz nach dem Twitter-Motto: Fokussieren auf eine einfache und beschränkte Kernfunktionalität. Und die richtig machen.

NB: Was braucht ihr, um noch erfolgreicher zu werden?

AT: Noch sind wir ja gar nicht erfolgreich. Im Ernst: Wir brauchen Zeit, Geld und Kreativität für immer wieder neue Ideen, die das Portal und seine Services besser machen. Wir werden im August mit einer Basis-Version starten und werden dann nach und nach Zusatzfeatures implementieren. Z.B. eine Integration in Open-Source Ecommerce-Systeme oder die Bereitstellung einer API usw.

NB: Was habt ihr euch für Ziele für die nächsten fünf Jahre gesetzt? Wo wollt ihr hin?

AT: In fünf Jahren wollen wir Sellaround.net als offene Plattform etabliert haben. Sellaround.net soll dann zwar noch die Basis sein für das einfache Erstellen von Verkaufs-Widgets, ich denke die Zukunft liegt aber in der Bereitstellung dieses Assets für Drittsysteme.

NB: Wie relevant ist für euch der nicht-deutsche Markt, welche Pläne habt ihr außerhalb von Deutschland?

Logo von Sellaround

Sellaround Logo

AT: Sellaround.net macht keinen Halt vor Landesgrenzen, das zeigt auch, dass wir mit einer internationalen Version starten. Konkrete Vermarktungspläne gibt es nur in Ansätzen, jetzt müssen wir erstmal noch unsere Hausaufgaben in der Produktentwicklung erledigen.

NB: Habt ihr vielleicht noch ein paar Tipps für andere Startups?

AT: Eigenkapitalfinanzierung und das Hoffen auf Investoren und Business Angels kann, muss aber nicht immer die erste Wahl sein. In unserem Fall war das bewusst nicht die erste Wahl, wir mussten von Anfang an mit schwarzen Zahlen arbeiten. Das macht das Ganze von Grund auf realistischer und ich denke auch die ein oder andere Idee wird zwangsläufig marktorientierter.

NB: Was begeistert euch besonders am Ecommerce?

AT: Das ist die Zukunft!

NB: Was seht ihr für Entwicklungen in den nächsten Jahren im Ecommerce?

AT: Wir glauben, dass es mehr Open-Source, mehr Mobile und mehr Social geben wird. Vor allem aber wird der Trend dahin gehen, dass in diesem Bereich sehr viel mehr Umsatz gemacht werden wird.

NB: Was erhofft ihr euch von der e-challenge?

AT: Reichweite und eine Top-Platzierung!

NB: Dann hoffe ich, dass sich genau das für euch erfüllt und ich bedanke mich für das Interview.

AT: Ich danke dir.

„Der Mobile Commerce Boom ist nicht mehr aufzuhalten“ – e-challenge Vorrunden Gewinner Benjamin Thym von woabi im Interview

Benjamin Thym ist Geschäftsführer der Checkitmobile GmbH, die die Mobile-Shopping App woabi vertreibt. Mit dieser App kann man den Barcode eines Produktes scannen und sich die besten Angebote aus dem Netz anzeigen lassen. Gleichzeitig kann man das Produkt auch gleich kaufen. Mobile Commerce at it’s best.

Benjamin Thym: Geschäftsführer der checkitmobile GmbH

Geschäftsführer der checkitmobile GmbH Benjamin Thym

NB: Beschreib doch bitte noch einmal kurz, was ihr macht .

BT: Wir machen mobile Shoppingbegleiter. Das heißt, dass man mit seinem Handy Informationen über ein Produkt erhält und es auch gleich kaufen kann.

NB: Und wie genau verdient ihr damit Geld?

BT: Wir bekommen Shoppingprovisionen, wenn jemand über uns kauft.

NB: Wie ist euer Unternehmen entstanden?

BT: Woabi hat sich aus zwei konkurrierenden Unternehmen zusammen getan: Aus barcoo und woabi. Da wir die gleiche Idee hatten und beide auch noch in Berlin ansässig sind, haben wir gesagt: Komm, lass uns doch zusammenschließen, bevor wir anderen den Markt überlassen und uns das Leben schwer machen.

NB: Was war bisher das beeindruckendste Erlebnis, euer größter Erfolg?

BT: Gerade haben wir eine große Kooperation mit dem Drogeriemarkt Schlecker bekannt gegeben. Deren komplettes Sortiment ist jetzt über uns mobil bestellbar. Dass wir ein Unternehmen der klassischen Old Economy, aber doch mit einer hohen und großen Bekanntheit, für die Idee des Mobile Shopping gewinnen konnten, ist ein schönes Erlebnis.

NB: Was waren die größten Herausforderungen auf eurem Weg?

BT: Herausforderungen gibt es immer noch. Wir müssen sowohl die Kunden als auch potentielle Partner davon überzeugen, dass es jetzt endlich so weit ist mit dem Mobile Commerce. Eigentlich wurde der Mobile Commerce Boom schon für das Jahr 2000 vorausgesagt und ist bis dato leider noch nicht eingetreten. Wir glauben aber, dass es jetzt so weit ist und genau davon müssen wir die Leute überzeugen.

NB: Gab es auch kleine Niederlagen?

BT: Wir mussten lernen, dass man das Shopping nicht nur nach dem Scan anbieten kann, sondern dass wir auch klassische Internet-Kataloge brauchen. Das ist aber eigentlich keine wirklich große Niederlage, sondern eher eine Erkenntnis.

NB: Wodurch unterscheidet ihr euch von anderen Ecommerce-Unternehmen? Was macht ihr besser?

BT: Wir sind rein mobil ausgerichtet. Das heißt, wir haben den 100 prozentigen Fokus auf den Mobile Commerce gerichtet. Genau durch diese Konzentration können wir einfach besser sein als andere.

NB: Was glaubt ihr, macht euren Erfolg aus?

BT: Fokus, Fokus, Fokus und ganz gut funktionierende Pressearbeit.

NB: Was braucht ihr, um noch erfolgreicher zu werden?

Logo woabi

Logo woabi

BT: Zeit, denn der Markt wächst selber noch. Die Nutzer kommen langsam aber sicher auf die Idee, dass man mobil Güter bestellen kann. Der Markt und die Einstellung der Leute sind schon sehr gut, aber es ist noch nicht der Super-Mega-Massenmarkt geworden. Deshalb dürfen die Ansprüche nicht komplett in den Himmel wachsen. Man darf nichts überstürzen und sollte nicht denken, dass der Rentner gleich morgen mit seinem Handy bestellt. Davon kann man sich gleich verabschieden.

NB: Was habt ihr euch für Ziele für die nächsten fünf Jahre gesetzt? Wo wollt ihr hin?

BT: Wir wollen die Konsumenten in die Lage versetzen, dass sie bequem und informiert Kaufentscheidungen überall treffen und auch gleich umsetzen können. Das sind viele kleine Hebel, an denen wir arbeiten: Bessere Informationen, umfassenderes Sortiment, bessere Usability. Die große Vision ist dahinter, dass wir europaweit im Mobile Shopping führend sein wollen.

NB: Wie relevant ist für euch der nicht-deutsche Markt, welche Pläne habt ihr außerhalb von Deutschland

BT: Wir werden im August in die UK und Frankreich starten. Wir haben uns gerade diese Länder aufgrund ihrer Größe und ihrer hohen iPhone Penetration ausgesucht. Außerdem sind wir auch schon ein klein wenig bekannt in England und hatten dort schon eine ganz gute Presse. Da warten dann sogar schon ein paar Leute auf uns. Bei diesen beiden Ländern soll es dann aber natürlich nicht bleiben.

NB: Habt ihr noch ein paar Tipps für andere Startups?

BT: Fokus, Fokus, Fokus und Naivität. Man sollte sich nicht von vermeintlichen alten Hasen von seiner grandiosen Idee abbringen lassen. Nur weil aus unterschiedlichen Gründen etwas Ähnliches nicht funktioniert hat, heißt das nicht, dass diese Geschichte sich in der Form wiederholen muss. Deswegen glaube ich, dass ein kleiner Schuss Naivität wichtig ist.

NB: Was begeistert euch besonders am Ecommerce?

BT: Mich begeistert die Veränderung der bestehenden Handelsstrukturen und die Transparenz des Marktes. So bekommt der Verbraucher immer mehr Macht. Der Kunde kann unabhängige Informationen zu seiner Kaufentscheidung dazu führen. Wenn er einfach nur im Laden kauft, insbesondere ohne Smartphone und ohne unsere Anwendung (lacht), dann ist er der Werbewelt ausgeliefert und hat null Komma null unabhängige Informationen. Deswegen finde ich es schön, dass die Verbraucher die Macht an sich nehmen.

NB: Was seht ihr für Entwicklungen in den nächsten Jahren im Ecommerce?

BT: Die Welten werden sich alle miteinander vermischen. Wenn ich beim lokalen Einzelhändler bin, kann ich durch Anwendungen wie unsere einfach ein Produkt mobil bestellen und den Online-Preis angucken. Oder ich bin daheim und kann mich informieren, was die lokalen Einzelhändler führen. So werden sie durchsuchbar. Das finde ich spannend. Grundsätzlich glaube ich, dass alles social werden wird. Auch wir arbeiten aktuell schon an einer Lösung im Bereich Mobile Social Shopping und ich glaube, der Trend wird sich weiter fortsetzen.

NB: Was erhofft ihr euch von der e-challenge?

BT: Wir möchten gerne Aufmerksamkeit für unsere Vision erzeugen und dadurch relevante Partner kennen lernen. Und wenn wir den Preis gewinnen würden, wäre das natürlich auch sehr schön.

Logo checkitmobile

checkitmobile Logo

NB: Dann drücke ich euch dafür die Daumen und bedanke mich für das Gespräch.

BT: Ich danke dir.

„Die Luft nicht verlieren und immer weitermachen!“ e-challenge-Finalist Marco Engelhard von Whispler im Interview

Gründer Whispler

Whispler Gründer: Marco Engelhard und Enrico Thierbach

Die drei Gewinner der ersten Vorrunde der e-challenge, dem Startup Contest der Münchener Ecommerce Alliance, wurden gekürt. Die Videos zu ihren Ideen haben uns bereits überzeugt, doch wer sind nun genau die Köpfe dahinter und was treibt sie an? Wir sprachen mit den Finalisten über die schönsten Erfolge, ihre größten Herausforderungen und was alle drei verbindet: Die Begeisterung am Ecommerce.

Marco Engelhard ist einer der Mitbegründer der Whispler GmbH, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Onlineshops mit dem Social Web zu verknüpfen. Also Produkte von den Shops direkt in Social Networks zu bringen.

Nina Bleiber (NB): Wie ist euer Unternehmen entstanden?

Marco Engelhard (ME): Die Idee entstand im Juli letzten Jahres bei einem typischen Kneipengespräch. Ich selbst betreibe noch eine Agentur für Internet Software mit Schwerpunkt Ecommerce und ein guter Freund, Enrico Thierbach, war die letzten Jahre CTO bei mehreren Social Networks. Abends sind wir auf die Idee gekommen, wie man Social Networks am besten mit dem Ecommerce verbinden kann. Wir haben dann versucht, die Idee in einer technischen Demo umzusetzen. Das hat ganz gut gefruchtet und so haben wir im Herbst letzten Jahres die Whispler GmbH gegründet.

NB: Wer steckt genau dahinter?

ME: Die Gesellschaft besteht aus der IT:Agenten GmbH vertreten durch mich und Marco Stipek, Enrico Thierbach und Stefan Weidinger.

NB: Was war bisher das beeindruckendste Erlebnis, euer größter Erfolg?

ME: Der größte Erfolg war, eine Idee zu einem Produkt umzusetzen. Es gibt ja sehr viele Ideen, aber sie dann auch wirklich umzusetzen, war bisher der größte Erfolg für uns.

NB: Was waren die größten Herausforderungen?

ME: Die Luft nicht zu verlieren und sich immer wieder dazu zu bringen, ans Ziel zu denken, weiterzumachen und sich gegenseitig zu motivieren. Das waren sicherlich die größten Herausforderungen.

NB: Gab es denn zwischendurch auch mal Zweifel?

ME: Die gibt es immer. Es gibt keine Geschäftsidee, die nicht von Zweifeln behaftet ist, ob sie denn auch angenommen wird. Aber die Zweifel muss man runterschlucken und weitermachen. Es gab auch wirklich viel Bestätigung aus unserem Umfeld: Wenn wir uns mit anderen über unsere Idee unterhalten haben, kam von allen Seiten sehr viel Zustimmung zu unserem Produkt.

NB: Wodurch unterscheidet ihr euch von euren Konkurrenten? Was macht ihr besser?

ME: Wir haben im Moment auf diesem Gebiet keine Konkurrenz. Es gibt nichts Vergleichbares, das eine ähnliche Lösung schafft. Von daher sind wir in der Situation, allein auf weiter Flur zu sein. Mal sehen, wie lang das noch dauert.

NB: Was glaubt ihr, macht euren Erfolg aus?

ME: Unser Erfolg basiert darauf, das richtige Produkt zur richtigen Zeit zu haben. Wir haben uns überlegt, wie man es im Social Commerce schafft, dass User selbst ihre eigenen Produkte empfehlen. Wir schaffen eine Win-Win Situation für Shopbetreiber und Social-Web User.

NB: Was habt ihr euch für Ziele für die nächsten fünf Jahre gesetzt? Wo wollt ihr hin?

ME: Wir wollen Whispler zum Standard für Produkt-Empfehlungen im Social-Web entwickeln.

NB: Wie relevant ist für euch der nicht-deutsche Markt? Habt ihr schon Pläne außerhalb von Deutschland?

ME: Der internationale Markt ist sehr wichtig für uns und wir wollen auch schon bald ins Ausland expandieren. Das Social-Web ist international, deshalb müssen wir Whispler auch international denken. Wir werden erstmal nach Europa expandieren, aber wir planen langfristig auch, in die USA zu gehen. Whispler ist deshalb auch auf Englisch entwickelt worden. Im Moment sind wir gerade dabei, es ins Deutsche zurück zu übersetzen.

NB: Habt ihr noch ein paar Tipps für andere Startups?

ME: Durchhalten! Und man sollte versuchen, sich nicht zu verzetteln. Wenn es Kritik zu einer Idee gibt, sollte man sie sich anhören und darüber nachdenken. Aber man sollte sich nicht zu sehr verunsichern lassen. An einer guten Idee sollte man unbedingt dranbleiben. Wichtig ist der Fokus auf die Kernfunktionen einer Idee.

Logo Whispler

Logo Whispler

NB: Was begeistert euch besonders am Ecommerce?

ME: Das schnelle Wachstum der Branche. Ecommerce und Social Media wachsen extrem schnell und diese Bewegung finden wir extrem spannend.

NB: Was seht ihr für Entwicklungen in den nächsten Jahren im Ecommerce?

ME: Mobile Commerce wird mehr und mehr Thema werden. Der Zugang zum mobilen Internet und die Preise für Endgeräte fallen. So wird es für den Kunden einfacher und günstiger mobil einzukaufen oder Angebote zu vergleichen. Die Verschmelzung des Social-Web und Ecommerce wird weiter voranschreiten, deshalb werden auch Micro-Payment-Lösungen einen höheren Stellenwert bekommen. Spannend wird auch die Entwicklung der TV-Geräte mit Internetzugang und die Folgen für das User-Verhalten. Es wird immer wichtiger Ecommerce Lösungen mit intuitiven Oberflächen für unterschiedliche Endgeräte zu entwickeln. Es ist etwas anderes, ob ich mit meiner Fernbedienung am TV einkaufe oder direkt an einem Computer sitze.

NB: Was erhofft ihr euch von der e-challenge?

ME: Wir erhoffen uns mehr Bekanntheit und Kontakte. Außerdem ist der Contest eine super Erfahrung für uns, denn es ist der erste, an dem wir teilnehmen.

NB: Dann wünsche ich euch viel Erfolg für das Finale und vielen Dank für das Gespräch.

ME: Ich Danke.

Wollt ihr genauso strahlen wie dieFinalisten? Habt ihr selbst auch eine spannende Ecommerce-Idee mit der ihr neue Maßstäbe setzt? Dann meldet euch mit eurem Startup zur nächsten Runde der e-challenge an. Die Ecommerce Alliance sucht noch bis Ende September das erfolgreichste Ecommerce Startup 2010 und deswegen heißt es noch bis zur zweiten Vorrunde am 27.05.2010 „Bist du bereit für die e-challenge?“

Das Interview führte Nina Bleiber.

Und hier sind sie: Die ersten drei Finalisten der e-challenge

Die erste Runde der e-challenge, dem Startup-Contest der Ecommerce Alliance, ist geschafft. Sechs Startups sandten ihre Videos ein und bewarben sich damit um Preise im Wert von 45.000 Euro. Es blieb spannend bis zuletzt, denn die Videos begeisterten mit spannenden Ecommerce-Ideen und tollen Umsetzungen. Da fiel den Juroren die Entscheidung natürlich schwer, drei der Videos für die nächste Runde auszuwählen. Während sich ein Startup ganz klar als ein potenzieller Favorit herausstellte, gab es bei den weiteren Bewerbern ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen. Doch jetzt sind sie sich einig und hier sind die glücklichen Gewinner, die im September beim Finale in München dabei sein werden:

1) woabi – Die mobile App fürs Handy von checkitmobile. Einfach den Barcode des gewünschten Produktes scannen und schon werden die besten Angebote angezeigt. So kann shopübergreifend bestellt werden. Ganz einfach: Vom Handy aus.


2) Whispler verbindet Produkte aus dem Web mit dem Social Network. So können User persönliche, produktbezogene Viralbanner erstellen, die sich dann im Social Web verbreiten.


3) Sellaround.net ist ein Social Selling Portal. Hier können Kunden Selling Widgets erstellen – Werbebanner und Minishop in einem. Über die Widgets werden Produkte ins Netz gestellt, eine Einspeisung ins Social Network ist auch problemlos möglich.

Diese drei Startups haben sich mit ihren Videos bereits für das Finale qualifiziert, das Ende September stattfindet. Bis dahin bleibt es aber weiter spannend, denn es folgen noch vier weitere Bewerbungsrunden.

Wenn ihr auch ein Startup seid und glaubt, ihr habt eine Idee mit der ihr neue Maßstäbe im Ecommerce setzen könnt, dann bewerbt euch noch bis zum 27.05. für die zweite Vorrunde. Gießt einfach eure Idee in Videoform und schickt das Ergebnis an: video —at— e-challenge.tv.

Mit Videos auf Erfolgskurs im Ecommerce: Interview mit Stefan Seebauer von Pauldirekt

Stefan Seebauer, Pauldirekt

Stefan Seebauer, Pauldirekt


Paiuldirekt, der erste Live-Shopping-Club für Elektronikfreunde
scheint gerade der absolute Überflieger der Ecommerce-Szene zu sein. Nach einem überraschenden Umsatz von 4,5 Mio. Euro im ersten vollen Geschäftsjahr 2009 sollen 2010 die Umsätze verdreifacht werden und 2011 soll die Gewinnzone erreicht werden. Der Club, der den höchsten Bekanntheitsgrad nach Brands4Friends hat, setzt dabei auf Verkaufsvideos, in denen Paul seinen Kunden die besten Deals im Bereich Elektro und Lifestyle vorstellt.
Woran dieser steile Erfolg liegt, ob es der Einsatz von Videos war und ob es Paul wirklich gibt? Wir haben nachgefragt. Paul selbst war bei dem Interview zwar nicht dabei, dafür hat ihn aber Geschäftsführer Stefan Seebauer vertreten.

BB: Die erste Frage, und wahrscheinlich auch die wichtigste, gleich zu Beginn: Wer ist dieser Paul? Heißt Paul überhaupt Paul? Oder wer ist der Typ in den witzigen Videos?
StS: Die Frage musste natürlich gestellt werden (lacht). Ich werde hier nicht verraten, ob Paul tatsächlich Paul heißt, aber soviel kann ich verraten: „Paul“ existiert. Der junge Mann aus den Spots ist im echten Leben Journalist und absoluter Technikexperte. Er weiß also tatsächlich, wovon er in den Spots spricht und macht auch hauptberuflich Produktvorstellungen, zum Beispiel auf Messen. Am Anfang von Pauldirekt haben wir ein Casting mit mehreren hundert Leuten veranstaltet. Als wir unseren Paul zum ersten Mal gesehen haben, war unsere Entscheidung sofort klar: Das ist unser Gesicht.

BB: Schildere uns doch mal kurz den Werdegang von Pauldirekt. Wie habt ihr angefangen?
StS: Damals war ich Vorstand für Einkauf und Vertrieb der getmobile AG. Josua Seiler, ein Mitarbeiter von mir und und ich hatten die Idee zu Pauldirekt. Wir hatten aufgrund eines sehr hohen vorhandenen Umsatzvolumens hervorragende Einkaufskonditionen für Elektronikprodukte. Vor diesem Hintergrund haben wir uns überlegt, wie wir diese Produkte auch über andere Kanäle vertreiben könnten. Zuerst kam uns die Idee, einen Shopping-Club mit Live-Shopping-Funktionalität zu gründen. Natürlich auch, weil wir Produkte in dieser Größenordnung nicht auf den normalen Markt bringen konnten. Mit getmobile als Plattform haben wir dann nach dem Prinzip One-Product-a-Day angefangen. Davon sind wir aber auch wieder schnell abgerückt und haben das tägliche Angebot ständig erweitert. Wir hatten genug Kontakte und Expertise, um das Ganze im großen Stil aufzuziehen. Es hat auch ausgesprochen gut funktioniert, sodass wir inzwischen über 900.000 registrierte Mitglieder haben. Durch die Arbeit mit getmobile war natürlich auch innerhalb der Gruppe schon die Infrastruktur vorhanden, die notwendig ist, um ein solches Projekt aufzuziehen. Marketingressourcen, Ecommerce-Experten, das Backend und sogar die Bilanzbuchhaltung waren schon vorhanden und haben uns den Start mit Pauldirekt ungemein erleichtert.

BB: Was ist dir aus den Anfangstagen besonders im Gedächtnis geblieben? Gab es besondere High- oder auch Lowlights, die dir spontan einfallen?
StS: Ungewöhnlich, und für uns alle hier im Team auch überraschend war, wie schnell sich die ersten Erfolge eingestellt haben und mit welchem Tempo Pauldirekt erfolgreich wurde. Als wir dann noch die Marketing-Engine angeschmissen hatten, war das Ganze praktisch kaum noch aufzuhalten. Das hat sogar uns als gestandene Ecommerce-Profis überrascht.

BB: Wie kamt ihr auf die Idee, Pauldirekt als Shopping-Club aufzuziehen und nicht etwa klassisch in den Innenstädten oder als normalen Online-Shop?
StS: Grundsätzlich kann man bei Ecommerce mit einem deutlich kleineren Budget bzw. Investitionsvolumen eine ganz andere Größe und Reichweite realisieren als mit einem klassischem Shop. Zudem ist das Geschäftskonzept von Pauldirekt quasi unmöglich als Ladengeschäft zu realisieren, da die Kosten für Miete, Personal, Ausstattung,und vor allem Lagerflächen gar nicht zu schultern wären. Für uns war von Anfang an klar, Pauldirekt online aufzuziehen.
Die Clubidee ist aus zwei Gründen extrem wichtig. Erstens haben wir durch den Club die Möglichkeit, unsere Mitglieder täglich per Newsletter anzuschreiben. Natürlich nur falls sie es wünschen. Das ist bei der ganzen Geschichte der Hauptabsatzfaktor. Zweitens hat der Club natürlich ganz stark mit den Preisen zu tun, die wir abbilden. Der Hersteller möchte auf keinen Fall veröffentlicht sehen, wie stark wir seine unverbindliche Preisempfehlung teilweise nach unten ziehen. Das wäre eine Katastrophe für die Firmen. Sobald unsere Preise deutschlandweit in einer Preissuchmaschine auftauchen würden, wären wir das letzte Mal von diesem Hersteller beliefert worden. Das wäre der Worst Case!

Logo Pauldirekt

Pauldirekt, Deutschlands beste Preise für Elektronik und Lifestyle

BB: Wie ist es euch überhaupt möglich, solche Preise anbieten zu können?
StS: Das wird natürlich mit zunehmender Größe einfacher. Wir sind immer auf der Suche nach den besten Lieferanten und Herstellern und präsentieren dort unser Konzept. Inzwischen kommen sogar Lieferanten mit bereits komplett ausgearbeiteten Ideen auf uns zu. Zum Beispiel mit Ware, die vom Hersteller refurbished, also komplett überholt wurde und dadurch quasi neuwertig ist, aber zu einem unschlagbaren Preis angeboten wird. Oder Ware mit kleinen Kratzern und Macken. Oder aber der Hersteller kommt mit einem neu entwickelten Produkt auf uns zu, welches er gezielt bei uns platzieren will. Die Preisstellung muss hervorragend sein. Das ist unser Anspruch unhttp://www.e-challenge.tv/wp-admin/post-new.phpd die hohe Wiederkäuferquote bei unseren Mitgliedern ist der Beweis dafür, dass es funktioniert.

BB: Wie kam euer Fokus auf Technik und Lifestyle zustande? Offensichtlich habt ihr dabei ja den richtigen Riecher besessen.
StS: Hier erwarten viele bestimmt eine riesige Research, aber das Ganze ist viel einfacher: Technik und Lifestyle sind die beiden Sparten, in denen ich mich am besten auskenne. Und da ich der Geschäftsführer Einkauf bin…(schmunzelt).

BB: Ihr wollt in diesem Jahr um Faktor drei wachsen und 2011 die Gewinnzone erreichen. Ist das nicht etwas unrealistisch, besonders vor dem Hintergrund, dass Ecommerce in Deutschland im vergangenen Jahr „nur“ um 14 % gewachsen ist?
StS: Soweit ich jetzt sehen kann, sind wir momentan sogar etwas über unseren Erwartungen und gehen fest davon aus, dass wir unsere selbst gesteckten Ziele auch erreichen werden. Ohne eine Glaskugel ist es natürlich immer schwierig, genaue Vorhersagen zu treffen, aber wir sind absolut optimistisch. Und in der Vergangenheit lagen wir auch ganz, ganz selten falsch.

BB: Und wie sieht euer Ziel auf eine Sicht von fünf Jahren aus?
StS: Wir wollen auf jeden Fall einer der größten Shopping-Clubs Deutschlands werden. Zudem spielen wir mit dem Gedanken, ins europäische Ausland zu expandieren. Was allerdings momentan in unserem Fokus liegt, ist die Ausweitung unseres Angebots. Natürlich neben der ständigen Verbesserung unseres Services, obwohl wir da schon relativ weit vorne liegen.

BB: Hast du als Profi den ein oder anderen Tipp für Anfänger, wie man erfolgreich ein Ecommerce-Business aufzieht?
StS: Vom Konzept her ist das relativ einfach: Das wichtigste ist eine gute Idee. Dann braucht man einen USP und Zugang zu Produkten oder Services, die man besser anbieten kann als die Mitbewerber. Ohne ein gutes Team läuft natürlich gar nichts. Wenn dann noch eine kleine Anfangsfinanzierung und ein solider Businessplan vorhanden sind, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

BB: Ihr seid mit Pauldirekt in der E-Businessszene aktiv und das auch ziemlich erfolgreich. Gibt es einzelne Faktoren die euch stören oder die ihr verbessern wollen würdet?
StS: Vor einem Jahr hätte ich auf diese Frage noch geantwortet, dass die Vernetzung unter den einzelnen Mitbewerbern noch deutlich verbessert werden könnte.Da hat sich bis heute aber einiges getan und ich bin mit der momentanen Situation ganz zufrieden. Hier haben alle Beteiligten einen großen Schritt nach vorne gemacht und wir sind diesbezüglich auf einem guten Weg. Wobei…Teilweise würde ich mir wünschen, dass die einzelnen Anbieter aufhören würden, sich ständig gegenseitig abzumahnen. Das bringt niemandem etwas, außer den Anwälten. In der Regel tut es auch ein Anruf beim Mitbewerber. Hier würde ich mir etwas mehr direkte Kommunikation wünschen, dann könnte daraus vielleicht sogar Potenzial für Synergien entstehen.

BB: Wie schätzt du eure Konkurrenz ein? Gibt es die überhaupt und wodurch unterscheidet ihr euch?
StS: Es gibt auf jeden Fall zahlreiche Mitbewerber. Ob sie tatsächlich Konkurrenz darstellen, weiß ich nicht so genau, denn eigentlich bietet der Markt genügend Potenzial für alle. Was uns von anderen Shopping-Clubs unterscheidet, ist zum einen das Sortiment, da wir zum Großteil Produkte aus dem Elektronikbereich anbieten. Zum anderen ist es das grundsätzliche Vorgehen. Wir haben vom Sourcing her eine ganz andere time-to-market. Bei uns sind die Produkte sehr schnell im Shop. Wenn wir heute ein gutes Angebot haben, ist es gut möglich, dass es morgen schon bei Pauldirekt online ist.

BB: In wie weit war, deiner Einschätzung nach, der Einsatz von Videos ausschlaggebend für euren Erfolg? Siehst du da einen direkten Zusammenhang?
StS: Natürlich ist die Messbarkeit bei so etwas immer ein schwieriges Thema. Wir wissen allerdings, dass die Videos geschaut werden, und zwar länger als nur ein paar Sekunden. Die Kunden wollen offensichtlich die Videos sehen. Allerdings war unser Ansatzpunkt bei den Videos weniger absatzgetrieben. Zum einen können wir durch diese persönliche Art der Präsentation eine wesentlich bessere Produktbeschreibung bieten. Zum anderen steht in diesem Moment jemand hinter dem Produkt und der Kunde baut eine ganz andere Art von Trust, von Vertrauen auf. Und natürlich geht es bei einer an sich sehr anonymen und technischen Sache wie einem E-Shop auch immer um Sympathie. Und über die Identifikation mit Paul ist es möglich, eine andere emotionale Ebene zu besetzen. Aus meiner Sicht sind das die Hauptvorteile der Produktvideos.

BB: Du sprichst viel von Identifikation und Sympathie dank der Videos. Gibt es denn tatsächlich Reaktionen oder Feedback von den Mitgliedern?
StS: Es gibt sogar überraschend häufig Rückmeldungen, meist via Email. Bisher waren die Reaktionen durchgehend positiv. Paul berichtet uns immer häufiger, dass er auf der Straße erkannt und angesprochen wird. Alles sehr nett und freundlich.

BB: Also keine einzige negative Reaktion?!
StS: Doch, eine Menge sogar! Und zwar wenn Paul krank oder verhindert ist. Dann erreichen uns immer massenhaft Emails von Kunden, die sich darüber beschweren, dass die Videos fehlten.

BB: Das zeigt doch, dass die Leute schon ziemlich begeistert sind. Dann wünsche ich euch auch weiterhin so viel Erfolg und bedanke mich für das Interview.
StS: Vielen Dank.

e-challenge Bewerbung: elemental mit Emotional CO2 Balanced Shopping

Pitch

elemental ist der nachhaltige Online Concept Store für exklusive Design, Living & Lifestyle Produkte und steht für “emotional CO2 balanced shopping”.

Video

Kurzbeschreibung

elemental ist der nachhaltige Online Concept Store für exklusive Design, Living & Lifestyle Produkte. Das Sortiment von elemental setzt sich aus hochwertigen Eco‐Produkten zusammen, die noch nicht in Deutschland erhältlich sind und schließt damit die Lücke, die im Bereich nachhaltiger Premium Design Produkte existiert.

Aber nicht nur unsere Produkte entstammen einer nachhaltigen Herstellungskette, das ganze Unternehmen wird so nachhaltig wie möglich gestaltet – von der Herstellung über die Logistik, IT bis hin zu Finanzdienstleistungen ist alles grün bei uns.

Hochwertige audivisuelle Präsentationen der Produkte in unserem Online-Shop sowie spannende Hintergrundgeschichten zu unserem Unternehmen ermöglichen den Besuchern einen transparenten Blick hinter die Kulissen und garantieren ein emotionales Shoppingerlebnis, jenseits der bekannten Onlineshops.

Der Shop wird komplett CO2 neutraliesiert, dafür sorgt unser ‚Elementalhain‘ – ein Projekt, bei dem für jeden Einkauf ab 50 Euro ein Baum in der Umgebung von Berlin gepflanzt wird.

Shoperöffnung: Juni 2010

Team

Annick Albe & Laura Müller, beide 28 Jahre alt, Dipl. Kommunikationsmanager und leidenschaftliche Gründerinnen des elemental Concept Stores.

Weitere Informationen

Findet ihr auf unserem Blog: www.elementalblog.de

Warum nimmst du an der e-challenge teil?

Die e-challenge ist eine tolle Plattform um uns zu präsentieren und natürlich nehmen wir teil, weil wir die Preise super verlockend finden! :)